Mag. Ulrike Prommer und Prof.(FH) Dr. Karl C. Ennsfellner / Geschäftführung IMC FH Krems

Kremsgenial vernetzen

„Die IMC FH Krems freut sich sehr, der Gastgeber für den 2. Internationalen Kongress Gesundheitspotenzial Wald sein zu dürfen und Sie gemeinsam mit dem Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern von von 6. bis 7. November in Krems begrüßen zu dürfen.

Nach dem ersten Kongress 2017 in Mecklenburg-Vorpommern stehen heuer insbesondere die wissenschaftlichen Grundlagen, das traditionelle Wissen, die Bewegung in der Natur, der Mensch als Naturwesen sowie die touristische Umsetzung im Fokus.“

Professor Dr. med. Dr. h.c. (mult.) Horst Klinkmann / Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Der Wald ist das natürlichste Sanatorium und die gesündeste und billigste Apotheke

„In Jahrtausenden unserer Geschichte ist der Wald Heimat, Zuflucht- und Sehnsuchtsort der Menschen gewesen und ist es immer noch. Heute ist er eines unserer wichtigsten Kulturgüter, dessen Nutzung neue Möglichkeiten bietet,

dessen so notwendiger Erhalt aber auch viele Probleme beinhaltet. Bis in unsere Zeit war die Nutzung des Waldes durch die Holzwirtschaft fast ausschließlich ökonomischer Natur. Durch den weltweiten Raubbau besteht bereits heute ein bedrohliches Existenz und Klimarisiko für unsere Erde. Umso erfreulicher ist das einsetzende Umdenken zu bewusstem Erhaltungsnutzen des Waldes, auch mitbegründet durch die empirischen Befunde zu seiner Heilkraft.

Wenn wir einer Umfrage in 9 europäischen Ländern folgen, dann wird ein Aufenthalt in der Natur von 61% der rund 5.000 Befragten als Grundlage für Glück und Wohlbefinden weit vor der Arbeit (33%) oder dem Geld (30%) genannt.

Waldtherapie kristallisiert sich gegenwärtig als neuer Wissenschaftsbereich mit aufregenden Fragestellungen für viele Bereiche der Medizin heraus. Bereits heute bilden empirisch gewonnene Daten oder Pilotstudien eine wertvolle  Datenbank für notwendige kontrollierte Studien. Daneben erhebt das neue Berufsbild des Waldtherapeuten einen hohen Qualitätsanspruch. Der europäische Ansatz der Waldmedizin hat hier im Konzept des Heilwaldes eine deutliche Indikationsausweitung gegenüber dem aus dem asiatischen Raum bekannten, durchaus therapeutisch erfolgreichen ‚Waldbaden‘ und bietet erstmals eine Organisationsform für das Zusammenwirken zwischen Forst, Medizin und Politik. Die europäische Kongressreihe zum Gesundheitspotenzial des Waldes verstärkt nicht nur diese Kooperation, sondern ermöglicht auch eine jährliche Analyse der erreichten wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Ergebnisse.

Niederösterreich und Mecklenburg- Vorpommern verbindet seit vielen Jahren eine enge und erfolgsgeprägte Zusammenarbeit, in der die IMC FH Krems, bedingt durch ihre hohe Qualität, immer eine Triebkraft war. Das vorhandene wissenschaftliche und wirtschaftliche Potenzial, verbunden mit der einmaligen Naturressource des Waldviertels, bietet alle Voraussetzungen, damit der 2. Europäische Kongress zum Gesundheitspotenzial Wald in Krems zu einem Wegweiser für die wissenschaftliche Untermauerung unseres Credos wird.“

Prof.(FH) Priv. Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek / Institutsleitung Therapiewissenschaften, Zentrumsleiter Josef Resselzentrum f. die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie, IMC FH Krems

Unterschiedliche Perspektiven

„Mit den Referentinnen aus Brasilien und dem Iran werden weitere Dimensionen in der Diskussion um das Heilpotenzial des Waldes hinzukommen. In diesen Ländern stellt sich die Frage nämlich in anderer Weise: Im Amazonas-Urwald etwa, mit seiner unglaublichen Artenvielfalt an Flora und Fauna, muss man mit einem anderen (Gefahren-) Bewusstsein den Wald betreten als in Mitteleuropa. Auch von der Bedeutung des Waldes in einem eher als Wüstenregion bekannten Land wie dem Iran zu hören, wird Lehrreiches in sich bergen. Diese unterschiedlichen Perspektiven im bewussten Umgang mit Natur und Wald auszuloten, ist eines der Ziele dieses international besetzten Kongresses.“